Pflegekraft im Homeoffice
Shownotes
In dieser Folge geben Tine & Lisa euch Einblicke in den Alltag als pflegende Angehörige – und als Profis aus der Pflege. Sie sprechen offen darüber, wie es ist, wenn plötzlich die eigene Familie Unterstützung braucht, welche emotionalen Achterbahnfahrten das mit sich bringt und warum Fachwissen manchmal Fluch und Segen zugleich ist. Dabei erzählen sie sehr persönlich von den Herausforderungen, Vorwürfen und Schuldgefühlen, die viele Angehörige kennen, und wie schwer es sein kann, Hilfe wirklich anzunehmen. Sie teilen ihre Erfahrungen, wie Pflegebeziehungen Familien verändern, wie man sich selbst dabei nicht verliert und warum es so wichtig ist, darüber zu sprechen. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, warum sie trotz aller Belastung immer wieder an die Kraft von Zusammenhalt und Menschlichkeit glauben.
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00:00:20: Willkommen!
00:00:23: Meine andere Beginnerstimme hier.
00:00:25: Eine Beginner-Stimme?
00:00:26: Das ist eine Gewinnerstimme, aber... Das sowieso.
00:00:31: Oh Gott.
00:00:32: Du hast mir... das war nicht abgesprochen.
00:00:35: Ich war
00:00:35: gerade schon richtig... ich
00:00:37: habe es gesehen.
00:00:37: du hast richtig tief Luft geholt bis in die letzte Albiole hast du da gespürt
00:00:43: und dann
00:00:43: kommt einfach Hallo
00:00:45: Hallo!
00:00:46: Ja, ich wusste... Wir haben gerade eben gesagt jetzt fangen wir wieder mit Lachen an.
00:00:50: Wir können nicht anders.
00:00:50: Wir haben mit Lachten gestartet und es war auch gerade eben witzig.
00:00:53: Wir hatten unsere Apple-Hells Sachen verglichen.
00:00:57: Wir spielten richtig Quartett.
00:00:59: Wer
00:01:00: hat die besseren?
00:01:01: Wer hat den höheren
00:01:02: Wert?
00:01:04: Oder in manchen Dingen nicht so gut wenn sie höher
00:01:07: sind?!
00:01:08: Also mein durchschnittlicher Schritt ist zum Beispiel sixundsechzig Zentimeter und der bei Lisa
00:01:14: war ... Einen und fünf,
00:01:15: einschkommal irgendwas.
00:01:19: Trippelschritte?
00:01:21: Ich bin
00:01:21: halt klein.
00:01:22: was soll ich machen?
00:01:24: Trippel vor allen Dingen!
00:01:26: Trippeltschritte!
00:01:29: Oh okay... Ja, wunderbar.
00:01:32: Aber ich
00:01:32: komme an Freunde!
00:01:33: Zwar manchmal ein bisschen langsamer, mit einem bisschen mehr Schritte und etwas mehr Tempo aber ich komm' an.
00:01:39: Deswegen kommen wir immer zu spät.
00:01:40: Ich muss immer
00:01:40: auf Lisa warten Ich muss mich auch immer ganz vorne vor das Lenkrad
00:01:46: nachschlemmen.
00:01:46: Das stimmt ja Fakt nicht weil du gehst viel schneller als ich.
00:01:50: Also wenn ich mit dir um
00:01:50: die Zeit
00:01:51: habe nur Menschen
00:01:52: zusammen werden die riesigen Schritte machen und irgendwie so einen Tempo angeeignet haben.
00:01:56: also damit
00:01:57: ich hinterher komme
00:01:59: haben wir jetzt festgestellt, fast fünfzehn Zentimeter größeren Schritt als du und du rennst einfach.
00:02:05: Also wenn ich mit dir in der Apotheke oder einkaufen gehe oder so, du bist ja also...
00:02:09: Nee, finde ich gar nicht!
00:02:10: Ja doch, du hast schon Tempo.
00:02:12: Und es kommt von der Arbeit?
00:02:13: Ja das kann sein.
00:02:14: Schnelle Schritte ist durch die Tour.
00:02:16: Ich glaube, ich war damals auch schneller unterwegs als jetzt.
00:02:19: Jetzt bin ich eher so die Schildkröte.
00:02:24: Die auf dem Rücken.
00:02:25: Also mein Cardio Fitness sagt auf jeden Fall Game over bin.
00:02:31: Na ja, wir müssen
00:02:32: mal jetzt zusammen Tour fahren.
00:02:34: Wir
00:02:38: haben letzte Woche mit Mo gesprochen und haben das dann auch nochmal so ein bisschen Revue passieren lassen.
00:02:45: Auch so wie beide vor allen Dingen auch im Büro Und wir haben auch danach noch einmal natürlich nach der Folge mit Mo noch ein bisschen weitergesprochen und er hat die ganzen guten Sachen, die es natürlich auch im Zusammenleben mit Julia gab.
00:02:59: Da sind wir gar nicht drauf eingegangen.
00:03:01: Und im Nachgang ist uns schon aufgefallen, dass wir eher darüber gesprochen haben... wie war das für die Familie?
00:03:07: Dass sie beeinträchtigt war und klar hat er auch gesagt, für die war das normal und so.
00:03:12: aber so über.
00:03:13: also ich mein ja wir wollten doch keine Julia vollgemachen in dem Sinne Wie war sie als Mensch sondern als pflegender Angehöriger.
00:03:20: Aber sie war halt super und witzig und die haben ganz viel Spaß auch miteinander gehabt.
00:03:27: Das ist da irgendwie gar nicht so zur Geltung gekommen.
00:03:29: jetzt in der Folge.
00:03:31: Ja, aber wir haben ja gesagt... Wir sprechen also erstmal auf jeden Fall noch mal Danke an Mo an der Stelle, dass er das von uns geteilt hat und vielen Dank!
00:03:38: Dass er auch nochmal in die Folge gekommen ist und auch gab es dazu ja auch viele Rückmeldungen, ne?
00:03:43: Dass die Leute das die Folge ganz cool fanden und ihn grundsätzlich sehr sympathisch finden und angenehm finden ihm zuzuhören.
00:03:49: Wenn
00:03:49: ihr auch eine angenehme Stimme habt,
00:03:51: ne?!
00:03:53: Genau.
00:03:54: Vielleicht als Nebenbusiness-Mo Kannst du mal überlegen.
00:03:58: Komm rein!
00:03:59: Nee, nicht bei uns mit seiner Stimme.
00:04:02: So einmal im Monat-Erzählertag.
00:04:04: Dann liest er einfach so mit seiner angenehmen Stimme... Ach Mann, du
00:04:06: bist so richtig unpervers.
00:04:07: So Telefonsachen kann der machen?
00:04:08: Ja wahrscheinlich!
00:04:11: Oh mein Gott!
00:04:13: Der ruft hier unsere Oldies dann an
00:04:15: und sagt Hallo.
00:04:16: Lisa ist hier wieder... naja gut okay
00:04:19: ich bin halt Konservativer.
00:04:20: Nix all ja selbstverständlich sorry aber Dann
00:04:24: was machen wir heute?
00:04:26: Lüge, Junge!
00:04:29: Nee aber das mit Mo fand ich tatsächlich auch sehr angenehm.
00:04:31: Ja doch auf jeden Fall.
00:04:32: Es
00:04:32: war nochmal ein anderer Blick darin wie dass für die Familien einfach noch mal ist wenn man eine Person hat mit einer Behinderung und wie das Familienleben damit aussieht.
00:04:42: und ich glaube Mo hat uns ziemlich... deutlich gemacht mit seiner Familiengeschichte, dass es auch ganz normal ablaufen kann wie er schon gesagt hatte.
00:04:52: Mit Urlauben und allem drum und dran.
00:04:53: die haben alles miteinander gemacht.
00:04:55: Es gab sozusagen keine Einschränkungen trotz einer Personen mit Behinderung, was ich sehr schön fand.
00:05:02: Das so zu hören, weil man auch leider ja von anderen Familien mitbekommt oder von Außenstehenden das es leider auch anders laufen kann und deshalb fand ich das eigentlich ganz schön dass er das geteilt hat wie normal das Leben eigentlich für die war also für die ganze Familie war.
00:05:16: Ja auf jeden Fall
00:05:17: Auch wenn's ein tragisches Ende mitgenommen hat Was natürlich einfach schlimm war gar keine Frage Und ja.
00:05:25: aber es war trotzdem Ich glaube der Sinn der Sache dass man zeigt oder zeigen konnte, wie normal das Leben als Familie laufen kann.
00:05:34: Ja also ich muss dazu auch noch sagen der Wort mich dann voll auflaufen lassen in der Folge indem ich gesagt habe... ...dass man das Wort behindert halt auch Zweck entfremdet und er das ja gar nicht geil findet und er danach einfach gedroppt hat so was er es halt auch manchmal
00:05:49: macht.
00:05:51: Und er mich da voll ausgelacht hat.
00:05:53: aber nee nichtsdestotrotz ist ja klar gemacht werden sollte.
00:05:59: Also, dass aber auch oft wenn das Wort benutzt wird... Ich meine es gibt viele andere Schimpfwörter die auch benutzt werden der HS zum Beispiel da denkt kein Mensch drüber nach die Mutter zu beleidigen.
00:06:10: also das ist halt einfach.
00:06:13: Das macht es nicht in Ordnung so.
00:06:15: Aber die Leute wollen ja nicht den Grundsatz damit sagen sie wollen ja niemanden beleidigend So Ja hat nichts damit zumindest mal trotzdem darüber nachdenken sollte.
00:06:23: egal wie ich's jetzt drehe und wende Es ist einfach scheiße das Wort zu benutzen für einfach jemanden zu beleidigen.
00:06:32: Genau, da wollten wir heute drüber sprechen.
00:06:34: wie ist das für uns gewesen als pflegender Angehöriger?
00:06:38: Obwohl man selber aus der Pflege kommt.
00:06:40: es gibt ja auch aktuell zumindest bei mir wieder eine Situation wo ich zwar nicht direkter pflägender Angehöreger bin aber jemand aus der Familie im Krankenhaus liegt und Wie schlimm dass für einen selber ist.
00:06:52: Ich weiß gar nicht ob das ein Vorteil oder nachteil ist wenn man Ahnung hat
00:06:57: Meistens Nachteil.
00:06:59: Ich finde es ist beides, wenn ich selber da liege und sehe wie die mir teilweise einen Zugang legen oder so kriege ich schon Affen.
00:07:07: also da haben wir auch schon Stories drüber zu erzählen.
00:07:11: aber ja Also wenn man sich dann um jemand anderen kümmert, hat aber die Ahnung und es wird aus meiner Sicht nicht so gemacht wie es eigentlich sein sollte.
00:07:24: Das ist schon ein Fluch!
00:07:25: Wenn man geht den Leuten schon viel auf einen Senkel und muss für denjenigen
00:07:31: einstecken
00:07:32: und viel Energie aufbringen auch.
00:07:36: Aber ich will jetzt gar nicht anfangen.
00:07:38: Ich wollte dir mal den Vortritt lassen... glaube ich, die Oma mit gepflegt.
00:07:43: Ihr habt sie zusammen in einem Haus gewohnt und deinem Dad hast du nicht gepflegt.
00:07:50: aber es ist letztendlich auch ein Pflegefall.
00:07:53: und dachte ich vielleicht erzählst du das mal wieder so für dich war?
00:07:56: Die Krankenhauszeit vielleicht auch Oder wie das für dich war, dass der Pflegedienst zu Oma gekommen ist?
00:08:02: Ich meine auch das teilen wir ja wieder.
00:08:05: Unser Pflege-Dienst ist zu beiden unserer Omas gefahren.
00:08:08: Ja erzähl mal was es passiert.
00:08:10: also du hast mit deinen Eltern in einem Haus gelebt.
00:08:11: die Oma hat mit im Haus gelebet.
00:08:17: Genau!
00:08:17: Also wir haben alle zusammen bei uns im Familienhaus gewohnt.
00:08:20: Meine Oma hatte die untere Partei und wir hatten die obere Partei.
00:08:26: Bei meiner Oma hat das irgendwann leider angefangen, dass meine Oma mit Schlagernfällen schwer zu kämpfen hatte.
00:08:32: Ich glaube insgesamt hatte sie sieben Stück was ja schon eine krasse Anzahl ist, dass sie das überhaupt so lange mitmachen konnte und sie hatte ja wirklich starke Anzeichen auch danach also starke Symptome und es hat ja dann auch sehr ihren Alltag dann auch in Begriffen.
00:08:53: Ja, es hat damit angefangen, dass sie dann so die ersten zwei Schlaganfälle hatte.
00:08:57: Wo ist ja dann mit Hämiplegirechteseite, Hämipligilinkeseite?
00:09:02: Dann waren's nun mal die Hände.
00:09:04: Dann kam auf einmal das der Körper nicht mehr mitmachen wollte.
00:09:08: Sie hat Wassereinlagerungen bekommen und dann brauchte sie Kompressionstrümpfe.
00:09:14: zwischendurch nochmal vergessen, den Herd auszumachen.
00:09:17: Essen machen war nicht mehr so einfach für sie.
00:09:18: Meine Oma war die größte Köchin also die hat jeden Tag für uns gekocht.
00:09:23: Jeden Mittag gab es frisches Essen und irgendwann hat man einfach gemerkt dass das gar nicht mehr kam weil sie es auch einfach nicht mehr konnte.
00:09:30: und ja irgendwann haben wir halt dann von zu Hause aus immer mehr einspringen müssen, was aber noch gar nicht so auffällig war.
00:09:38: Das war halt dann so ja komm ich mach das schnell und ja komm irgendwann hat sich das mit umso mehr Schlag erfallen es gab immer mehr gehäuft und dann gab's ja dann auch irgendwann die Kompressionsstrümpfe für die Oma und Medikamentenmanagement und dass alles... Und wir haben gesagt wir gehen alle selber arbeiten.
00:09:56: Das ist gerade echt schwierig für uns und ich war selber ja noch in der Ausbildung.
00:09:59: Ich glaube ich war am ersten oder zweiten Lehrjahr Ja, dann haben wir gesagt okay.
00:10:05: Wir nehmen den Pflegedienst mit dazu gut dass wir im Einzugsgebiet gewohnt haben.
00:10:10: und ja Dann kam die Oma mit in den pflege dienst rein und es war schon Anstrengend und lustig zugleich.
00:10:18: also ich bin nicht oft die tour mit gefahren Die wo die oma drin war einfach auch um ein bisschen konflikt wegzukriegen weil die omer schon sehr anstrengt war also sehr bevormundend.
00:10:30: und kannst du das überhaupt?
00:10:32: Und willst du das überhaupt?
00:10:33: Und nee, da sitzt aber nicht.
00:10:35: Dann ne ich mach das nachher selber fast mich nicht an.
00:10:38: also sie war ja zwischendurch schon sehr sehr zickig
00:10:40: dir gegenüber oder allen
00:10:43: hauptsächlich mir gegenüber weil das was sich schon wusste an Fachwissen wollte ich auch irgendwie weitergeben und noch an ihr anwenden.
00:10:52: Das macht man nun mal so wenn man ein Fachwissensich ereignet hat.
00:10:58: Ja, das fand ihr irgendwie gar nicht lustig.
00:10:59: und auch wenn ich dann im Frühdienst mal kam hat sie die Kanzerte behaupten.
00:11:03: Ich seh ja kann ich also habe ich ja gelernt.
00:11:07: Also es war schon schwierig zwischendurch Wenn es ihr wirklich schlecht ging war ich mit der einzige auf die sie gehört hat.
00:11:13: tatsächlich Das war immer krass.
00:11:15: also wenn's ihr wirklich schlecht ging oder Sie wieder einen Schlaganfall hatte weil ich die erste die immer die Symptome gesehen hat Mitbekommen hat reflektieren konnte und auch reagiert hat.
00:11:27: Dankfachwissen, dank Erfahrung.
00:11:29: Wofür ich auch sehr dankbar bin, dass ich das zu dem Zeitpunkt schon hatte.
00:11:33: Weil ich glaube sonst wäre das mit Oma vielleicht doch nochmal anders ausgegangen als es ausgegangen ist und Es war aber sehr anstrengend also für die Familie was anstregen weil Oma sehr bevormundeten uns gegenüber war.
00:11:44: Pflegedienstmitarbeiter mochte sie eigentlich alle.
00:11:46: Sie fand das eigentlich ganz cool, dass da welche kommen.
00:11:48: Seht ihr das auch eigentlich immer alles zugelassen wenn einer kam?
00:11:51: Also sie war beim Pflegedienst nie wirklich zickig.
00:11:54: Das haben wir halt dann abbekommen Und es war schon sehr anstrengend.
00:11:59: Umso mehr Schlaganfälle sie hatte und um so mehr Hilfe bedürftig sie wurde, umso schlimmer wurden die auch.
00:12:06: Das war echt anstrendend tatsächlich!
00:12:08: Ja also ich war ja auch ein paar mal bei ihr zum Schrumpfer ausziehen und zum Duschen.
00:12:12: Wir hatten sie zuerst nur zum Duschern und ich kannte sie ja schon von früher nicht für unsere Omas, waren ja Bros... Ja, dann war sie bei mir auch schon immer so ein bisschen anders.
00:12:25: Aber nicht so wie bei dir!
00:12:26: Ich habe es ja oft mitbekommen, wie sie dann im privaten auch zu dir gewesen ist... aber auch bei mir gab's einen Unterschied zu allen anderen.
00:12:33: nochmal wo sie dann auch noch mal Kritik geäußert hat oder nicht zwingend an mir so grundsätzlich an allem und das hat sie bei den anderen gar nicht gemacht.
00:12:44: Aber wenn du dann nach Hause gekommen bist, da habe ich schon immer gehört, dann ist es direkt rund gegangen.
00:12:49: Ihr seid nie da ihr macht nichts und jetzt
00:12:53: muss der Pflegedienst kommen weil ihr nicht
00:12:55: hinbekommen
00:12:56: und sowas.
00:12:56: Worum es ja gar nicht ging?
00:12:58: Es ging nicht darum dass wir... Und das war ja ständig so immer wieder Vorwürfe ihr tut nix ihr macht nix auch von der Familie her.
00:13:04: also noch mal mehr Angehörige die meinten ihren Senf dazu geben zu müssen obwohl die gar nichts getan haben zur Unterstützung und immer nur von oben her abgeguckt haben.
00:13:14: Und vielleicht alle zwei Wochen mal für einen Kaffee da waren und gegangen sind?
00:13:18: Ja!
00:13:19: Das war auch ganz, ganz schlimm.
00:13:24: Diese ganzen Vorwürfe und so was... Ihr wollt euch nicht um mich kümmern und ihr habt einfach keinen Bock sich euch um mich zu kümmern.
00:13:33: Es war einfach ganz, sehr schlimm am Anfang bis sie das wirklich einmal verstanden hat dass wir auch noch ein eigenes Leben irgendwo mit haben und ich bin in der Ausbildung gewesen.
00:13:43: Ich kann jetzt nicht sagen, die Oma ist pflegebedürftig macht das jetzt nicht mehr?
00:13:46: Also da geht es ja auch mit um meine Zukunft und wir waren alle berufstätig zu dem Zeitpunkt
00:13:51: Ja
00:13:51: Und ich hatte noch einen kleinen Bruder und eine kleine Schwester,
00:13:55: die
00:13:56: wir nicht in diese Situation reinbringen wollten Die Oma zu pflegen weil's einfach Situationen gibt die Kinder nichts sehen müssen oder miterleben müssen.
00:14:04: Das hat sie halt alles nicht verstanden.
00:14:09: kontrovers gewesen an der Stelle, weil sie gesagt hat ganz oft bei uns so ja das kann ja nicht immer die Lisa machen.
00:14:16: Das ist ja Jota, dass es euch gibt und so aber wenn ihr zu Hause wart gab's Feuer!
00:14:20: Warum müssen die kommen?
00:14:22: Und ihr seid doch schwachsinn, ihr seid sowieso zuhause und so.
00:14:25: und das ist auch etwas was wir bei vielen Angehörigen auch so immer mit erleben.
00:14:29: oder wie schwer sich Leute tun überhaupt ein Pflegedienst in Anspruch zu nehmen geschweige denn jemanden ins Altenheim zu geben ganz viel mit Schuldgefühlen verbunden und Abschieberei.
00:14:42: Und was weiß ich?
00:14:43: Dafür führen wir ja auch immer ganz viele Gespräche mit sämtlichen Angehörigen, aber schon allein dass der Pflegedienst kommt.
00:14:50: wie viele Angehörege.
00:14:51: Wir auch schon hier hatten die immer wieder gesagt haben ich kann das nicht mehr die auch geweint haben Ich schaffe das einfach nicht mehr.
00:14:56: und ja meine Mutter oder mein Vater wohnt mit im Haus oder in der Nähe Aber ich kann nicht jeden Morgen und Abend noch da hingehen Und die kriegen aber so viele Vorwürfe ab wo wir immer sagen ihr sollt wenn ihr hingeht und wenn ihr jeden tag hingeht nur hingehen um um Familie zu sein und nicht um pflege da Angehöriger zu sein.
00:15:14: Das macht der Pflegedienst dafür gibt es uns, dafür nimmt die Krankenkasse übernimmt die Kranken Kasse die Leistung oder die Pflegekasse aber die schafft das nicht.
00:15:23: Und wie viele Leute wir dann auch schon hier hatten wo wir alles geregelt haben?
00:15:27: Die dann eine Woche später gesagt haben wir machen das doch nicht die Mama will das nicht und ich mir dachte mein Gott die stand hier und hat so geweint und war am Ende.
00:15:33: jetzt hat ihre Mutter so ne Macht über diese Frau die selber schon Mitte Fünfzig ist
00:15:39: Geschafft
00:15:40: ist, dass sie es nicht macht.
00:15:41: Dass sie es revidiert obwohl sie selber am Ende ist
00:15:44: Ja aber ein Elternteil hat ja auch noch mal einen ganz anderen Einfluss auf dich.
00:15:47: Also wenn deine Mutter da sitzt und wirklich jeden Tag darauf plädiert Nein ich will das nicht, nein ich möchte das nicht Das gefällt mir nicht.
00:15:55: Nein das ist scheiß Und das ist nicht gut.
00:15:57: Klar hast du irgendwann schlechtes Gewissen?
00:15:59: Meine Oma hat das ja bei uns genauso versucht.
00:16:01: Die Angehörigen von meiner Oma haben das genauso versucht Ihr Bruder und ihre Schwägerin Bis heute, bis heute.
00:16:08: Wenn ich sie bis heute sehe heißt es ihr habt die Oma abgeschoben.
00:16:11: Ihr habt nix für die OMA getan.
00:16:13: Ihr wolltet einfach nur eure Ruhe haben.
00:16:16: Bis heute.
00:16:16: Die haben bis heute nicht verstanden worum es eigentlich ging dass wir wenn wir nach Hause kommen mit Oma Zeit verbringen möchten und das wir mal mit ihren Kaffee trinken kuchen essen spazieren gehen irgendwas aber nicht nur oma waschen oma tabletten oma dies oma Das darum ging es ja Und das ist ja immer so.
00:16:35: dieses Schlimme, dass ganz viele Leute das gar nicht verstehen.
00:16:39: Und das es ja immer das worum man diskutieren muss.
00:16:41: und eigentlich ist es ja so wenn die Leute sich daran gewöhnt haben... und sagen, ey die sind eigentlich ganz cool, die hier hinkommen.
00:16:47: Die sind lustig das macht Spaß!
00:16:49: Man hat auch nochmal von außen noch mal jemanden mit dem man quatschen kann.
00:16:52: Mal nicht nur die Tochter mit der man quetschen kann dann kommt ja ganz oft richtig coole Gespräche dabei rum und da werden sie auch richtig warm und erzählen dir alles.
00:17:01: Ja auf jeden Fall ich finde es halt immer krass das von Außen zu sehen oder wie vielen man eigentlich gar nicht weiß im eigenen Umfeld, die jemanden pflegen.
00:17:10: Die jenen morgen weiß ich nicht mehr drei Viertel Stunde früher aufstehen um vor der Arbeit mit dem Kompressionsström veranzuziehen und gar nicht, weil sie das selber unbedingt wollen.
00:17:19: Also bei manchen ist es auch so ja es ist doch kein Problem.
00:17:22: okay dann ist es vielleicht.
00:17:24: also.
00:17:24: ich glaube aber schon dass es du machst es ja dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr samstag sonntag du stehst auf und auch wenn du am wochenende erst um acht hin gehst stimmveranziehend anstatt wie in der Woche vor der arbeit um sechs du gehst hin du hast eine Verpflichtung.
00:17:42: Von denen weiß ich zum Beispiel auch, dass wenn ich sage das kann doch auch der Pflegedienst machen.
00:17:45: Direkt erste Antwort ne da brauche ich dem ja nicht mitkommen.
00:17:48: Brauchst er ja nicht mehr kommen.
00:17:50: So krieg ich direkt hier Brand.
00:17:52: dann heißt du willst mich nicht mehr.
00:17:55: und was für eine Selbstverständlichkeit das auch heißt?
00:17:58: Das kannst Du doch machen!
00:17:59: Das kannst du doch machen.
00:18:00: Warum machst du das denn nicht?
00:18:02: Also ich glaube, dass auch ein großer Teil der älteren Generation zumindest genießt, dass wenn sie pflegebedürftig sind, die Tatsache an sich genießen natürlich wahrscheinlich keiner aber dass die dann auf Hilfe angewiesen sind und die eigene Familie so einfordern können, dass jeder wieder jeden Tag vorbeikommt, dass man die Enkel wieder öfter sieht und das finde ich sehr egoistisch weil man bindet jemandem an sich ... mit müssen, mit Pflicht.
00:18:33: So weißt du das ist auch wenn... Nicht für
00:18:34: die schönen Momente sondern dass du...
00:18:36: Genau auch wenn die Enkel sagen ja ich mach' das ja gerne für meine Oma dann wäre es schön wenn sie's gerne machen weiß ich zwei drei mal die Woche aber jeden Tag diese Verpflichtung zu haben.
00:18:49: also wer das gerne macht gar keine Frage.
00:18:52: Ich find´s halt immer nur krass dann die andere Seite zu sehen wie einnehmend die eigentlich sind und dass die Familie dass auch so mit sich machen lässt und wie krass die Leute sich dann auch nicht gelöst haben.
00:19:03: Also trotz dessen, dass sie irgendwas zwischen dreißig- und fünfundsechzig sind, haben die sich nie von ihren Eltern gelöst.
00:19:10: wenn die Sohne Macht über dir haben das wenn die sagen ich mache das nicht.
00:19:13: und wie viele Angehörige wir auch haben wo die Mutter oder der Vater dann stürzt obwohl die sagen Mama das geht so nicht mehr da muss jemand kommen Und irgendwie alle drei Monate muss da der RTV kommen und die Leute ins Krankenhaus bringen.
00:19:25: Und dann sind die Angehörigen wieder, die leiden uns sich fragen hätte ich besser den Teppich weg geräumt obwohl sie nein gesagt hat?
00:19:32: also was man für ein Leidensdruck bereit ist zu ertragen nur weil da nur in Anfang Zeichen alter Mensch ist der Sturr isst und der meint er kann über dich Besitz ergreifen weil er hat ja vermeintlich auch alles für dich getan.
00:19:46: so ne dass ich finde das schon sehr krass, wie viel wir da auch mitbekommen und so.
00:19:52: Und meine Oma, die ja die Freundin von deiner Oma war, die war immer von euch Kütcher-Kinder.
00:20:00: Meine Oma und deine Oma waren einfach daily unterwegs.
00:20:03: Die waren immer frühstücken.
00:20:05: Deine Oma hat meine immer abgeholt mit dem Auto.
00:20:07: Man hatte keinen Autoführerschein Die ist ja immer mit einem Fahrradwender gefahren und deine Oma hat meine ja abgeholt.
00:20:13: Dann waren die irgendwo frühstücken, wenn ich dann nach der Schule dachte auch gehst du mal bei der Oma vorbei einfach kein Fahrrad da oder das hat keiner aufgemacht.
00:20:20: Und am nächsten Tag hat sie dann angerufen und gesagt Ja von den Kütterkinder ist es ja schon mal Oma Du bist einfach nie zu Hause!
00:20:27: Waren
00:20:27: die auch nicht?
00:20:28: Die waren morgens um neunzehn Uhr waren die Frühstücken.
00:20:31: Danach ging es ja erst richtig los, dann wurde noch hier bummelt durch die Lädchen im Kuchenwert für andere Gebote.
00:20:37: Dann ging es auch in die Blumenläden.
00:20:39: Mal gucken ob ich noch für den Friedhofort kaufen kann.
00:20:41: Aber kistenweise.
00:20:43: Aber
00:20:43: alles schön und gut.
00:20:44: Die waren wirklich den ganzen Tag nicht da.
00:20:46: Es war halt immer mit Vorwurf verbunden?
00:20:49: Ja!
00:20:49: Das war schon krass bei meiner Oma.
00:20:53: Und die andere Oma war als die Pflege bedürftig geworden ist... auch gerne drum gekümmert.
00:20:59: Auch meine anderen Oma habe ich natürlich gerne geholfen, das war enorm stressig.
00:21:03: also es ist nicht so nur weil man Ahnung hat oder aus dem Bereich kommt dass es irgendwie einfacher wird.
00:21:09: Ich musste für meine Oma Krankentransporte organisieren, ich musste mit der CT-Termine machen die wir auch wie in jeder normalsterbliche auch erst nach vier Monaten bekommen.
00:21:20: ein Kampf ohne Ende zum Hausarzt Kommunikation mit Krankenkassen Wahnsinn und täglichen Job noch dazu.
00:21:28: Und dann frage ich mich manchmal, also wir haben schon Ahnung und es schlaucht dich komplett wie machen das Leute die gar nichts damit zu tun haben?
00:21:35: Dass
00:21:36: du auf der Arbeit schon den ganzen Tag damit beschäftigt bist.
00:21:38: Den ganzen Tag machst du genau diese Dinge und hast zu Hause keine Pause von der Arbeit.
00:21:44: Das finde ich anstrengend!
00:21:47: selbst zu Hause keinen Ruhe-Spot mehr für dich hattest, sondern da weitergemacht hast mit dem was du vor einer Stunde aufgehört hast.
00:21:56: Vielleicht also es war nicht immer im Riesenumfang klar meine Mutter hat mir etwas gemacht mein Vater hat was gemacht aber dadurch dass ich halt aus der alten Pflege dann kam habe ich halt viel gemacht und ich hab halt meiner Oma auch Kassala zurückgegeben.
00:22:10: Also ich hatte da nichts viel mitzutun.
00:22:12: Mit ja Oma hast du recht?
00:22:14: Nee, habe ich einfach nicht so mitgemacht wie sie das wollte.
00:22:18: Deshalb war auch zwischendurch einmal gerne der Puma was uns aber am Ende tatsächlich geholfen hat und ihr geholpen hat auch wenn Sie da wahrscheinlich nicht zugeben würde oder zugegeben hätte.
00:22:30: Entschuldigung Aber es hilft tatsächlich und es hat uns sehr geholfend
00:22:35: dein Wissen
00:22:36: ja auch mal dazu stehen und er zu sagen es reicht jetzt
00:22:40: Ja du brauchst
00:22:41: Hilfe wir brauchen Hilfe und wird so gemacht ganz einfach wenn ihr das nicht willst.
00:22:46: Genau das ist ja, was ich meine.
00:22:48: Dann überlässt man denjenigen sich selber und aber man liebt ja seine Leute so.
00:22:53: Und dann denkt man sich so es muss einfach jetzt nicht sein dass sie fällt, dass die morgen hier liegt.
00:22:57: Ja
00:22:57: keine Frage!
00:22:58: Das ist immer
00:22:58: alles auch mit Sorgen für die Angehörigen verbunden ob du mit da wohnst oder nicht?
00:23:04: Auch wieder Segen und Fluch zugleich, dass du wenigstens morgens noch ohne irgendwohin zu fahren gucken kannst ob es der Omajut geht.
00:23:10: Aber andererseits weißt du du kommst jetzt nach Hause Und die sitzt am Fenster und will Du kommst nach Hause und gehst erst nach oben.
00:23:16: Du musst erst in diese Wohnung rein sagen Hallo Oma ich bin da.
00:23:19: Also ne das ist schon krass und ich hab also angefangen hat's ja mit meinem Opa Zwei
00:23:26: achtzehn,
00:23:27: der Pflegebedürftig wurde.
00:23:29: Ich bin ja bei Opa sehr viel groß geworden als Kind und ich habe Opa geliebt beide so.
00:23:37: Und dann ist Opa krank geworden und dann ging das die Rennerei los in die Krankenhäuser, Biopsien machen wieder nach Hause.
00:23:46: Dann ist der Opa gefallen.
00:23:47: Dann hat die Oma angerufen.
00:23:48: Der Opa kommt nicht mehr hoch also... Ich war gefühlt auch immer nur unterwegs zwischen Büro und denen.
00:23:54: Jetzt haben sie glücklicherweise direkt am Büro gewohnt, aber ... Und dann passiert ja auch emotional was mit allem.
00:24:00: Du musst den Opa aufheben, du musst dich kümmern so.
00:24:03: und dann bin ich wieder zurück zur Arbeit und habe meinen Job weitergemacht... ...und abends wieder ins Krankenhaus.
00:24:09: Auch im Jahr zum Jahrzehntausende hat meine Mutter die Diagnose bekommen, Magenkrebs.
00:24:13: Dann dachte ich mein Gott jetzt geht das auch los!
00:24:16: Und dann auch mit meiner Mutter die Rennerei immer nachfragen.
00:24:19: Was hat der Arzt gesagt?
00:24:20: Was hat er dann wieder mit der Oma
00:24:22: gesprochen?!
00:24:23: So wild und nebenbei noch die Arbeit gemacht und auch diese Gespräche mit Kunden geführt.
00:24:29: Und Angehörigen, auch da Dinge organisieren.
00:24:32: Aber es ist noch mal was anderes wenn's die eigene Familie ist?
00:24:36: Die ganze emotionale Ebene... Also das kommt ja so
00:24:41: krass raus!
00:24:42: Da merkt
00:24:42: man erst wie emotional das eigentlich alles werden kann.
00:24:46: hier sind wir ja sehr rational.
00:24:48: Wir wissen, was wir machen.
00:24:49: Wir wissen was wir beraten können wie wir helfen können und dementsprechend tun wir das dann
00:24:55: auch.
00:24:56: aber wenn da wirklich deine Oma vor dir liegt oder dein Opa ist das wirklich nochmal ganz anders?
00:25:01: Also ich finde aber...
00:25:03: Mit dir redet man noch ganz anders.
00:25:05: also schon die Kommunikation ist ja komplett neu in dem Moment.
00:25:09: Ja!
00:25:09: Ich glaube dass ich vorher schon viel empathisch war.
00:25:13: Aber durch die Dinge die man als pflegender Angehöriger erlebt Du kannst Fakt einfach die Angehörigen viel, viel besser noch mal ganz anders nachvollziehen.
00:25:24: Wir kriegen ja teilweise während der Pflege Gespräche Streit mit zwischen anderen Angehöhungen oder zwischen unserem Kunden und den Angehöringen.
00:25:32: wie sie sich fetzen werden wir die Füße am Waschen sind wo wir dann auch sagen so... sind wir jetzt übergriffig, wenn wir sagen bitte verlassen sie den Raum so nein.
00:25:41: Wir schicken die Angehörigen meistens raus, wenn irgendwie so eine Situation ist und sagen solange wir hier sind nicht.
00:25:48: aber wie krass mich das auch schon in Sterbephasen beispielsweise, wie mir das geholfen hat zu sagen vielleicht müssen sie noch mal miteinander sprechen.
00:25:57: Sagen Sie nochmal dass alles in Ordnung ist, dass derjenige gehen kann und nach tagelangem Kampf quasi hat derjenig dann tatsächlich nach diesen Gesprächen dann auch losgelassen.
00:26:07: Auch das alle Dinge die ich quasi aus meiner persönlichen privaten Situationen mitgenommen habe oder mir im Nachhinein vielleicht auch gewünscht hätte, wie es anders gewesen wäre.
00:26:18: Man muss ja dazu sagen dass Oma und Opa auf sehr dramatische Weise verstorben sind.
00:26:24: also der ... mein Opa lag ... warte mal.
00:26:28: ich möchte erst einmal wissen wie ist eigentlich deine Oma verstorbt?
00:26:30: Die ist ins Altenheim gezogen irgendwann weil sie nicht mehr ging?
00:26:34: Genau war sie... Also die war erst im Krankenhaus sehr lange weil sie dann den ... sechsten Schlaganfall hatte und danach war sie einfach pflegebedürftig.
00:26:43: Sie waren auch rollatormobil, aber die Rechtszeit in Hemiplägie hat es einfach ganz viel zerstört... ...und in der Mobilität.
00:26:50: Und irgendwann haben wir gesagt das ist jetzt einfach nichts mehr für zu Hause, dass es jetzt schon fast eine Dauerpflege mit Inkontinenz, mit Demenz, die dann auch noch mit dazugekommen ist,... ...und bis wir sie dann ans Altenheim bekommen haben.
00:27:05: Ihr ging es auch erst eine Zeit lang tatsächlich ganz gut.
00:27:07: Sie ist total aufgeblüht nochmal, hat dann den Schlaganfall bekommen.
00:27:11: Der hat auch noch mal ganz viel... also danach hat man sie kaum noch wieder erkannt und dann ist die.
00:27:16: irgendwann haben wir einen Anruf einfach so vom Altenheim bekommen und gesagt, die Oma liegt im Sterben?
00:27:22: Wieso?
00:27:22: Hä?
00:27:23: Also ich war letzte Woche noch da!
00:27:25: Das ist vier Tage her.
00:27:29: Ja
00:27:29: der Oma geht's nicht gut und sie liegt dem Sterben.
00:27:32: Die Ärztin war da.
00:27:33: Ich sag
00:27:34: was?!
00:27:34: Ja, kann gar nicht sein!
00:27:36: Ja dann sind.
00:27:36: meine Mutter hat nicht dahin gefahren.
00:27:38: Mein Vater lag zu dem Zeitpunkt selber im Koma weil er auch einen schweren Schlaganfall hatte und war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ansprechbar und das alles.
00:27:47: Der konnte das nicht miterleben was vielleicht noch gut war in dem Moment dass es so war.
00:27:52: Und da sind meine Muttern nicht dahinn und meine Oma hatte wohl Essen verweigert und die haben wohl auch nicht versucht sie zu überreden und sie wollte noch ein Eis haben an dem Tag was ihr auch verweigert haben.
00:28:03: Was ich null verstanden habe, ich hab mich auch richtig mit den Schwestern da angelegt wie das sein kann.
00:28:07: Dass sie kein Eis bekommt.
00:28:09: also Sie müssen es ja nicht in die Hand geben aber gib ihr doch ein bisschen Eis!
00:28:13: Also meine Güte!
00:28:15: Nee ging alles nicht und sie hätte nicht mehr so viel getrunken die letzten Tage.
00:28:19: Dann wusste er dann das Miktionsprotokoll?
00:28:22: Also was hat sie denn getrunkt?
00:28:24: Konnten sie mir alles nicht vorweisen.
00:28:26: Sie konnten mir nicht sagen was sie gegessen hat, wieviel sie gegesten hat... Ob sie Fieber hatte, konnten Sie mir auch nicht sagen.
00:28:31: Wie der Blutdruck war, konnten sie mir auch nichts sagen.
00:28:34: Was es für Symptome vielleicht vorher gab?
00:28:36: War sie krank?
00:28:36: Hatte sie eine Grippe?
00:28:38: Konnten sie mir alles nicht beantworten?
00:28:39: Dokumentation war komplett für den Arsch.
00:28:42: und ja am nächsten Tag haben wir mittags einen Anruf bekommen die Oma ist tot.
00:28:46: Krass!
00:28:47: Einfach so aus dem Nichts.
00:28:49: Also auch da nochmal.
00:28:50: wenn das bei uns passiert dann ist das so... Wenn Schüler fragen oder so, ja wie kann das jetzt sein?
00:28:55: Wir waren doch gestern noch zur Pflege da.
00:28:57: Dass wir dann sagen, ja das kann halt schon mal passieren und dann kriegst du selber privaten Anruf über deine Oma.
00:29:03: Denkst du ne Moment mal es geht doch gar nicht!
00:29:05: Also du bist irgendwie in
00:29:06: einem anderen Modus.
00:29:07: Genau du bist auf einmal im anderen Film und plötzlich betrifftest dich persönlich privat und das findet alles gar nicht statt.
00:29:15: Und wie du dann sagst, du bist da dahin und wolltest halt die sämtlichen Protokolle.
00:29:19: Also Mikzonsprotokoll ist halt... Was geht rein in den Körper?
00:29:22: Was geht raus?
00:29:22: Und so eine Sache.
00:29:24: Wir schmeißen hier manchmal mit Sachen rum.
00:29:26: Ja!
00:29:26: Das ist ein Altenheimverpflichtet zu dokumentieren.
00:29:30: Nichts, gar nichts haben sie da dokumentiert.
00:29:31: Ist natürlich dann schlecht.
00:29:33: Da ist halt wieder das Wissen, dass man es hatte.
00:29:36: Jemand anders hätte wahrscheinlich nicht danach gefragt.
00:29:38: Das fand
00:29:38: ihr auch gar nicht lustig.
00:29:39: Die haben sich richtig mit mir angelegt warum ich überhaupt wissen will.
00:29:42: Also die haben mich auch gefragt, woher sowas überhaupt weiß und so.
00:29:46: Und haben komplett die falschen Fragen gestellt in dem Moment und sind auch null auf Angehörige eingegangen.
00:29:52: tatsächlich also wenn man sowas ja erlebt oder dann auch erlebt dass das plötzlich kommt und man dann sieht die Angehöhigen stehen am Wissen grad gar nicht wohin mit sich.
00:30:03: Die sind da null drauf eingegang.
00:30:04: also Empathien den moment Oder eine gute Kommunikation gab es in diesem haus einfach nicht.
00:30:10: Aber meine Oma sah auch da immer nicht gut aus.
00:30:12: Also die hatte dreckige Klamotten an, dass ich sie manchmal umgezogen habe.
00:30:17: Dann war die stundenlang nicht auf Toilette, das ich dann mit ihr auf Toillette gegangen bin.
00:30:21: Die Schutzhose war dreckig, dann hab' ich hier die Schutzhase gewechselt.
00:30:24: Die hatten einfach Schutzhosen in den Rollator geknallt und haben gesagt, Sie machen dort schon.
00:30:29: Sag' ich wie denn?
00:30:30: Mit einer Hemiplegie... also mit einer Lähmung!
00:30:33: Wie soll's sich das denn
00:30:34: machen?!
00:30:35: Also es waren ...also die Umstände auch im Heim waren leider nicht sehr besonders, wenn man ein bisschen Ahnung hat.
00:30:43: Ist das immer noch mal ein Tick schlimmer tatsächlich?
00:30:48: Und man geht mehr in die Konfrontation.
00:30:51: Man will ja auch an dem Moment die Kollegen zwar nicht angreifen und man weiß nicht was ist vielleicht in diesem Haus der Standard oder wie sind da die Begebenheiten.
00:31:00: Tut nichts zur Sache dass die Leute gepflegt aussehen sollten oder wenigstens saubere Klamotten an haben sollten.
00:31:08: Ja, also der ganze Umstand.
00:31:10: Wie es zu Ende ging mit ihr wirft bis heute noch Fragen auf und die haben wohl auch... Das war auch so geil!
00:31:16: Die haben wohl versucht sie nochmal ins Krankenhaus zu bekommen kurz nachdem ich weg war weil die ein KTV bestellt haben.
00:31:23: Die haben aber keinen Überweisungsschein oder kein KTV-Schein vom Hausärztin bekommen.
00:31:29: Und nachdem meine Oma verstorben ist habe ich die Rechnungen bekommen, weil ich war alleine geerbt bin, habe ich und musste den KTW bezahlen.
00:31:39: Weil die zu blöd waren, ein scheiß KTWSchein zu holen.
00:31:43: Ich hab noch gesagt, dann stellt einen im Nachhinein aus, ruft ihr Ärztin an!
00:31:47: Die wollten mir auch den Namen der Ärztinnen nicht ausgeben... Also ich war ja gesagt, ich rufe da selber an, dann mach' ich das halt.
00:31:52: Nee, nix, ich musste den karte wir bezahlen weil die das auch nicht hinbekommen haben.
00:31:57: Und sie war tatsächlich kurz da.
00:32:00: Die musste nochmal irgendeinen Ultraschall oder sowas kriegen.
00:32:04: Weiß ich auch nicht, warum sie ein Ultraschall brauchte.
00:32:07: Weil sie hatte so nichts was nach einem Ultraschild schreit.
00:32:11: also es war die ganze Situation da einfach ganz ganz weird.
00:32:15: Also habe ich nur verstanden... Ich finde auch dass wenn man halt aus dem Bereich kommt empfinde ich das auch immer als schlimm.
00:32:23: Es ist anstrengend.
00:32:23: Am Sonntag
00:32:24: war ich bei jemandem aus der Familie im Krankenhaus und bin an fünf offenen Türen vorbeigelaufen.
00:32:31: Ich dachte mir so, boh nee ich möchte den lagern.
00:32:34: Ich möchte sie richtig hinlegen und die waren nicht schlecht besetzt.
00:32:38: also man kann sagen was man will ne?
00:32:40: Die Pflege ist unterbesetzt und so.
00:32:42: Ich kriege es nicht in meine Birne wie man seinen Job nicht machen kann.
00:32:46: Ich verstehe es nicht!
00:32:48: Also ich hatte auch schon Dienste wo mir wirklich die Brustwatzen an den Knien hingen und ich nicht wusste wie ich alles getellert kriegen soll.
00:32:55: aber da haben die Leute nicht runtergelitten.
00:32:58: Ich kann da jedes Mal nur den Kopf drüber schütteln.
00:33:00: Jeder hat eine andere Belastungsgrenze, auch gar keine Frage.
00:33:03: aber dann muss man halt viel früher für sich selber einstehen und dann die Notbremse ziehen und gucken wie man da irgendwie einen Ausgleich schafft oder Stunden reduziert oder was auch immer... Aber das kann nicht der Anspruch sein!
00:33:15: Also das was ich da wieder gesehen habe, da hingen Beine über dem Bett Gitter Horror!
00:33:20: Da wirklich das ist für mich furchtbar Und ich war jetzt in der Situation.
00:33:25: Ich fühle mich dann immer direkt so zurückgeworfen in die Zeit, wo ich mich um meinen Opa und meine Mutter kümmern musste oder wollte.
00:33:35: Das kommt sofort alles wieder hoch!
00:33:36: Ich komme da gar nicht raus aus dieser emotionalen Nummer, dass das was wir alles als Familie erlebt haben und ich auch erlebt habe.
00:33:48: Vor allen Dingen weil ich die meiste Zeit einfach in diesen Krankenhäusern war, die Termine mitgemacht hab.
00:33:52: Es war irgendwie eine Familie.
00:33:53: immer selbstverständlich, dass ich das mache.
00:33:56: Ja
00:33:56: du hast ja die Ahnung!
00:33:58: mag sein, aber auch ich habe nur ein emotionales Kleid und eine Seele.
00:34:02: Und die hab' ich mal irgendwo im Jahr zwei Tausend Achtzehn stehen lassen und die hat dann ungefähr drei Jahre gebraucht bis sie mich wieder eingeholt hat und dann hat sie mir einen Roundhouse-Kick gegeben ... einen ganzen Sommer da mit schwersten Depressionen.
00:34:16: Ja, klar!
00:34:16: So.
00:34:16: und dann hieß es immer... Es ist die Firma, das ist weil du zu viel arbeitest,... Ja,
00:34:21: so hab ich mir auch schon gedacht.
00:34:22: Alter
00:34:22: wo ich mir dachte Leute, kennt ihr mich eigentlich?
00:34:24: Aber das
00:34:25: ist immer der beste Grund,
00:34:26: dass die Arbeit... Dann habe
00:34:27: ich
00:34:27: ja krass aussortiert in meinem Umfeld.
00:34:30: Weil ich mir so dachte wenn du mir zugehört hättest die letzten zwei Jahre oder drei Jahre.... Ich kann das manchmal gar nicht mehr so in Zeit packen.
00:34:36: meine Mutter ist einfach jetzt schon sechs Jahre
00:34:38: tot.
00:34:41: Dann würdest du gar nicht sagen Das ist die Firma, sondern so krass was du einfach geleistet hast.
00:34:46: Ich brauchte für keinen Oscar.
00:34:47: So ich hab das auch zum Teil selber entschieden.
00:34:49: also ich wollte mich ja kümmern aber ich habe auch irgendwie keine andere Wahl gehabt.
00:34:53: gefühlt und ich habe das nicht entschieden dass meine halbe Familie an Krebs erkrankt und weiß sie so?
00:34:59: und dann denk ich mir sowas ist das warum?
00:35:02: Warum seid ihr so?
00:35:02: Was sind das für Antworten?
00:35:04: Aber gut vielleicht sind die Leute selber überfordert oder haben wir da sind an einem Punkt noch nicht so im Leben.
00:35:09: naja whatever.
00:35:11: Jedenfalls ist es, finde ich.
00:35:13: Wenn man aus der Pflege kommt immer krass wenn man irgendwo ist im Krankenhaus oder im Altenheim so wie du sagst ja wer weiß was da der Standard ist?
00:35:19: und so Ja der Standard kann nicht sein dass jemand mit einer Hämiplegie rumläuft der fünf Einlagen vorne im Rolator im Korb hat.
00:35:26: Da sollte die TV heute drin liegen Aber nicht die Einlage.
00:35:29: Weil nützt dir auch nichts wenn du fünf saubere Einlagen vor dir im Rollator rum.
00:35:33: die schiebst aber eine dreckige in der Mose.
00:35:35: Die haben das auch
00:35:35: gehasst wenn ich da war.
00:35:36: wenn die mich schon gesehen haben sind direkt alle auf Stationen abgehauen.
00:35:39: Die standen nämlich auch gerne vor dem Haus und haben eine geraucht und so was, sollen sie auch alles machen.
00:35:44: Aber als Sie es schon gesehen haben, dass ich komme sind die alle reingegangen.
00:35:47: Zigrate ausgemacht, alle rein.
00:35:49: Da dachte ich schon so wie... Also das ist lächerlich!
00:35:51: Also unterhaltet euch doch einfach mit mir ganz normal, erklärt es mir, erklärt mir warum ihr Dinge tut, die hier tut?
00:35:57: Auch wenn's eigentlich keine rechtfertige Jugend dafür geben sollte.
00:36:01: Aber versorgt doch einfach die Leute normal.
00:36:05: Sollte keiner damit Gold umgehangen werden und wie der König behandelt, aber verdockt doch einfach die Leute normal.
00:36:11: Die sind ja nicht da, weil sie spassende Freude haben dazu sitzen sondern weil sie nun mal spezifische Erkrankungen haben, die es nicht mehr zulassen nach Hause zu kommen.
00:36:20: ganz einfach.
00:36:21: Also ich habe jetzt auch am Wochenende wieder nicht verstanden, große Frage die sich mir auftut.
00:36:27: Warum entscheide ich mich für einen sozialen Beruf?
00:36:30: Wenn ich dann nicht die Intention habe diesen voll umfänglich auszuführen und...
00:36:37: Da sprechen wir ganz viel von Empathie mit Gefühl
00:36:40: zuhören!
00:36:41: Es ging ja tatsächlich jetzt am Wochenend um Leben und Tod.
00:36:45: Das ist einfach Fakt so.
00:36:46: Und es kann einfach nicht sein dass Ärzte das nicht gesehen haben, was ich innerhalb von dreißig Sekunden ferndiagnostisch quasi festgestellt habe und ich mich wieder schlecht gefühlt habe.
00:37:00: Dass sich darauf hingewiesen habe dass das und das bitte kontrolliert werden soll und es nicht kontrolliert wurde und mir von der Ärztin dann noch suggeriert wurde Ich soll doch bitte einfach einen Rand halten also wer ich denn so wäre so nach dem Motto Und ist am Ende sich aber dann bestätigt hat und es wirklich halt hätte sein können dass das ganz Böse endet.
00:37:20: Ich finde das ganz schlimm und auch schlimm, dass ich mich dann wieder so schlecht gefühlt habe.
00:37:25: Jetzt wo ich das erzähle, froscht im Hals – ich weine nicht!
00:37:28: Auch wenn es nicht schlimm wäre, weil ich hab so viel geweint schon über solche Situationen, dass man irgendwann darüber erzählen kann.
00:37:35: aber ja... Es ist einfach krass, wenn du selber in der Pflege bist und dann solche Dinge erlebst….
00:37:41: Ja, was ist doch krass?
00:37:42: Dass wenn du auch somit der Einzige im Freudeskreis oder in der Familie bist die medizinischen Hintergrund haben, du bist immer derjenige angerufen wird.
00:37:51: Immer!
00:37:52: Immer!
00:37:52: Echt nebisch?
00:37:53: Doch
00:37:54: ich schon... Ich werde immer angerufen ob bei meinen Schwiegereltern oder bei Freunden.
00:38:01: Was ist das?
00:38:01: Wie sieht es aus?
00:38:02: Warum ist das so?
00:38:03: Was sind das für Schmerzen?
00:38:04: Kannst
00:38:04: Du mit zum
00:38:05: Arzt gehen?
00:38:05: Unsere eigene Leute, die hier arbeiten, die mich anrufen und sagen Chef, ich habe eine Frage.
00:38:11: Ja, das stimmt.
00:38:13: Nee.
00:38:16: Ja, familiär so die engste Familie schonen, die mich dann schon fragt.
00:38:19: Das ist ja alles völlig in Ordnung und ich bin auch kein Arzt.
00:38:21: Ich sag da meistens auch nicht zu Arzt Aber es ist es ist verrückt.
00:38:26: Ich wollte doch sagen bei meinem Opa der ist ja auf dramatische Weise ist er mir ja unter den Armen im Krankenhaus flur verstorben.
00:38:36: das war aber dem geschuldet dass mein opa dement geworden ist und meine oma da wirklich viel Last getragen hat, also mit jemandem zusammenzuleben der an Demenz erkrankt ist.
00:38:47: Das ist noch mal wirklich eine komplett andere Hausnummer.
00:38:50: Man kann leid nicht... Ist nicht messbar.
00:38:52: man kann verschiedene Erkrankungen nicht vergleichen.
00:38:55: Demenz ist einer der härtesten und mein Opa ist dann irgendwie gestürzt zu Hause und meine Oma wusste sich nicht anders zu helfen, hat eine RTV gerufen.
00:39:05: Daraufhin wurde mein Opa eingeliefert und er hatte schon Prostata-CA Diagnose.
00:39:09: das lief ja dann alles schon ein Jahr Und meine Mutter hat selber im Krankenhaus gelegen Und ist dann zwei Stationen runter, weil mein Opa da gelegen hat und hat dem die Zähne geputzt.
00:39:20: Hat dem Essen angereicht.
00:39:22: Hat Frühstück gemacht.
00:39:23: das wäre alles nicht passiert wenn meine Mutter das nicht gemacht hätte die mit einer schwersten Krebsdiagnose selber zwei Etagen drübergelegen hat dass es auch krank.
00:39:31: also das
00:39:32: geht gar nicht.
00:39:32: naja
00:39:33: und ich habe mich dann.
00:39:34: auf jeden Fall wollten wir den opa nach Hause holen.
00:39:35: Es war klar er wird sterben und Ich hab gesagt der soll nach hause um eine oma wollte das auch werden.
00:39:40: Alles organisiert pflegebett richtig Druck gemacht.
00:39:43: bitte ihr müsst das liefern an diesem Tag, wo mein Opa verstorben ist.
00:39:47: Ich weiß nicht wie oft im Krankenhaus angerufen bitte lasst ihn nach Hause und die Krankenhäuser machen es ja dann meistens so lange bis die Leute nicht mehr transportfähig sind und dann nimmt ihr halt keiner mehr mit weil sie könnten auf dem Transport versterben.
00:40:00: das will man ja auch keinem antun so ne aber er war transportfähige.
00:40:03: mein opa war ansprechbar noch am vormittag und hat sich mit mir unterhalten soweit wir konnte.
00:40:12: Ich bin zwischen zu Hause und Oma den ganzen Tag hin und her.
00:40:16: Und dann bin ich am Krankenhaus vorbei, und ich hatte so innerlich, du musst da
00:40:20: rein.".
00:40:20: Da habe ich angehalten, bin hochgelaufen... ...und da stand eine RTV-Besatzung.
00:40:25: Uns wurde vorher immer gesagt der KTW kommt gleich, also der Krankentransportwagen.
00:40:29: Das sind Wagen die zwar mit Rettungshelfern besetzt sind aber nicht mit Rättungsanitätern und die halt die Leute nach Hause fahren.
00:40:41: ja
00:40:42: da bin ich mir gerade überhaupt nicht.
00:40:44: naja wir auch immer jedenfalls sehen die dinge aus wie krankenwagen sind aber keine.
00:40:48: und ja es wurde immer gesagt in der stunde kommt er in einer stunde kommen und es vergingen stunden niemand kam.
00:40:54: dann stand eine rtv besatzung oben auf dem flur vor dem zimmer von meinem opon.
00:40:57: ich dachte mir so was machen die da also warum?
00:41:00: und bin dann halt zügig drauf los.
00:41:04: Wir gehen das Zimmer rein und mein Opa war einfach, hatte die Beine über dem Gitter hängen.
00:41:08: Hat die letzten Atemzüge gemacht und der wollte den noch reanimieren und sagt wir haben hier eine Reha und schreit da über ein Flur.
00:41:15: und ich sag so niemand wird hier reanimiert.
00:41:17: habt ihr einen kompletten Dachschaden?
00:41:19: Und habe dann die Beinen von meinem Opa wieder ins Bett hat mich über das Bett gelegt während mein OPA unter mir quasi gestorben ist und Ich kann es gar nicht beschreiben.
00:41:27: du weißt wie's aussieht wenn jemand stirbt.
00:41:29: aber Der RTW hinter mir und dann kam eine Ärztin rein, hat da völlig rumgeschrien.
00:41:35: Und hat gesagt wie kann das sein dass hier so ne Situation ist?
00:41:38: Da lagen noch zwei Männer mit im Zimmer haben Tatort geguckt oder so.
00:41:44: Es war Horror.
00:41:44: die hat dann die Bremsen vom Bett los gemacht hat mein Opa ein anderes Zimmer geschoben hat sich währenddessen siebentausendmal bei mir entschuldigt weil ja es war alles klar es gab Patientenverfügungen... Es war alles Klar dass mein OPA nicht reagieren wird.
00:41:56: nichts Er war krank, also es wäre gar... Es war klar dass der Krebs quasi jetzt der Auslöser dafür ist das er verstirbt.
00:42:04: Und ja bis ich dann meinen Vater angerufen habe meine Oma, da holte die Oma ab und mein Mann zu Hause mit einem kleinen Kind.
00:42:13: und es war Horror!
00:42:15: Es war einfach der Horror, bis alle da waren, weil mein Opa schon verstorben.
00:42:19: Ich hab da heulend über dem Bett gehangen und dachte mir so, das kann nicht gewesen sein.
00:42:23: Also das ist so, weißt du?
00:42:25: Dann bist du selber So hilflos.
00:42:29: und dann frage ich mich, wie machen das Menschen die gar keine Ahnung haben?
00:42:33: Die so was miterleben müssen.
00:42:36: Wie kriegen sie das irgendwie hin?
00:42:37: also ich habe durch den Job war mir dann schon danach irgendwie möglich zu sagen okay dass das und das ist passiert.
00:42:44: ich hab irgendwie geschafft davon ein bisschen Abstand zu nehmen aber es war halt auch mein Opa mein Held.
00:42:49: Das war schon krass, das emotional irgendwie zu verpacken und trotzdem weiter arbeiten zu gehen.
00:42:54: Und ja selbst wenn ich mich zwei Wochen krank gemeldet hätte... ...das war vielleicht der klein aber feine Unterschied zu einer Selbstständigkeit dass einfach nicht geht weil auch euch gegenüber eine Verantwortung habe auch wenn ihr das gerockt hättet zu Hundert Prozent.
00:43:08: Aber das ist schon krasser!
00:43:10: Das ist einfach schon krasses was du in der Pflege mitbekommst und wenn du dann selber Angehöriger bist weißt Du manchmal einfach gar nicht Auch wenn Oma so gemäckert hat, diese Mecke rein.
00:43:25: Aber warum planst du mir das nicht so und so?
00:43:27: Oma, weil es nicht geht!
00:43:28: Du bist eine Kundin wie jeder andere auch.
00:43:31: Ich kann dich nicht um sechs planen, wenn wir da einfach gar nicht sind.
00:43:34: Das funktioniert halt einfach nicht.
00:43:36: Du passt halt erst um acht Uhr rein.
00:43:40: Und dann ihr immer alle.
00:43:41: Boah deine Oma ist so süß und die ist so witzig.
00:43:44: Ist die auch?
00:43:44: Keine Frage.
00:43:45: Die war auch witziger.
00:43:48: Und dann bei mir voll der Dübel in Person.
00:43:53: Bei meiner Oma war deine auch zwischendurch ja bei mir, dass sie dann auch mal gerne einen rausgehauen
00:44:00: hat.
00:44:02: Aber liebevoll!
00:44:05: Ja aber es ist schon krass wie du diesen Spagat als Pflegefachkraft und Angehöriger ganz oft leider im Privatleben und in der Arbeit machen musst.
00:44:18: Du erlebst im Privaten, was Schlimmes und es muss auch keiner mitbekommen.
00:44:21: Es geht ja auch so keinen etwas an!
00:44:24: Und du bist dann auf der Arbeit und bist wieder komplett bei dir... ...und bis wieder im Fokus und bis wieder sehr rational.
00:44:33: Obwohl du
00:44:33: eigentlich und du versorgst dann genau solche Leute vielleicht die Angehörigen, die vielleicht auch gerade sowas durchmachen, was du grade in privaten durchgemacht
00:44:41: hast?
00:44:43: Und das ist wirklich krass, dieser Spagat.
00:44:45: Das geht auch irgendwann sehr an die Nerven.
00:44:48: Kann es gehen?
00:44:48: Muss es nicht?
00:44:52: Aber es war auch anstrengend.
00:44:53: Ich bin froh, dass ich diese Zeit hinter mir habe... Hoffentlich, noch ganz lange dauert bis meine Großeltern irgendwann vielleicht schlägebedürftig werden.
00:45:04: Wobei ich da ja auch schon als Fachkraft hindurfte ganz oft in die Krankenhäuser oder so.
00:45:11: aber zum Glück nichts allzu Schlimmes tut nix zur Sache dass ich das dann trotzdem getan habe.
00:45:19: Aber
00:45:19: dass diese schlimme Zeit mit meinem Vater und meiner Oma rum ist, bin ich sehr froh drum.
00:45:25: Das hat mich auch stärker gemacht, gar keine Frage, auch reflektierter gemacht, auch noch mal empathischer den Angehörigen und Kunden gegenüber.
00:45:33: also es hilft einem in diesem Job schon irgendwo macht sich aber zu dem Zeitpunkt auch sehr kaputt und das ist ganz schlimm über die Phase wieder hinwegzukommen.
00:45:46: Also meine Mutter war ja von achtzehn bis zwanzig so krank und immer wieder Krankenhäuser, neue Schemo-Magen raus.
00:45:54: Was weiß
00:45:54: ich?
00:45:55: Wahnsinn!
00:45:57: Also Wahnsinn was da in zwei Jahren
00:45:59: mit einem passiert
00:46:02: und dass man am Ende dann Irgendwann, wenn es wirklich klar ist jetzt geht's in die Sterbephase.
00:46:09: Ganz lange Zeit wollte ich oder konnte ich auch nicht aussprechen zu sagen Ich war froh als das dann vorbei war gar nicht, also das Horror meine Mutter zu verlieren.
00:46:20: Aber sie so lange leiden zu sehen und auch selber jeder RTW den ich gehört habe egal wo ich war.
00:46:26: Hör mal ich hätte in Zürich sein können wenn ich dann RTW gehört hätte, hätte ich mal Handy rausgulten gedacht mein Vater ruft an du musst kommen.
00:46:33: So krass war es einfach und voll.
00:46:39: Also bis ich das dann mal ausgesprochen habe ohne mir selber einen Vorwurf zu machen, dass sich natürlich nicht froh bin, dass meine Mutter verstorben ist.
00:46:46: Sondern einfach für alle Beteidigtfroh- ben... Dass diese Leidensweg
00:46:50: vorbei
00:46:50: ist?
00:46:50: Genau!
00:46:51: Dass sie jetzt Ruhe hat, dass sie nicht mehr leidet und wir nicht leiden.
00:46:56: Sie hat ja auch ganz oft gesagt, ich bin euch nur noch eine Last und so.
00:46:59: Das musst du ja auch tragen.
00:47:01: Dass da deine Mutter liegt.
00:47:02: Egal wer der Mutter, dein Vater oder dein Onkel wäre auch immer wieder zu ihm.
00:47:05: Du hast eine enge Bindung, hast deine beste Freundin dich nur noch eine Last und du weißt gar nicht mehr, was du noch sagen sollst.
00:47:12: Weil auf der einen Seite denkst du dir so ja es macht mich kaputt aber wir haben uns das alle nicht ausgesucht
00:47:18: und ich bin für
00:47:18: dich da so lange wie's jetzt erforderlich ist und wie ich das schaffe.
00:47:24: Aber das macht ja unnormal viel mit einem und man kann sich fünfzehn Wochen krank melden.
00:47:28: sollte man vielleicht ja weiß ich nicht hat jeder seine eigene Art mit umzugehen.
00:47:32: Fakt ist aber wenn hier heute jemand anruft und sagt wir haben Kunden ... dann geht es bei mir los.
00:47:39: Und das hat, weiß ich nicht... ... wann ist man fertig mit Trauern?
00:47:41: Wann ist man ... ... fertig mit Bewältigung oder ... ... ne, man hat eine Strategie gefunden damit umzugehen.
00:47:47: Für mich ist das jedes Mal hart weil ich mir denke was müssen diese Angehörigen jetzt durchmachen und wie kannst du denen am besten helfen.
00:47:54: Mit allem was ich erlebt habe bin ich auf einmal komplett in dieser Nummer drin versuche das so bestmöglich für alle zu koordinieren, nur dass dahinter halt noch hundert neunzig andere Kunden hängen und einen Haufen Mitarbeiter.
00:48:10: Es ist schon verrückt!
00:48:11: Und wenn ich mir dann denke Leute aus dem Rettungsdienst was die jeden Tag erleben einstecken Polizei und was das für klasse Jobs einfach auch sind unglaublich unglaublich einfach.
00:48:24: was Gesundheitswesen auch Ärzte könnte sie allen nennen Ja,
00:48:30: aber es macht... Also gerade Gesundheitswesen glaube ich mach ganz viel mit dir als Menschen und auch viel mit deiner Psyche.
00:48:39: Ich glaub das ist mir so.
00:48:39: das krasseste hier an dem Beruf eigentlich dass du einfach wächst an Situationen wo du denkst dass man daran gar nicht wachsen kann.
00:48:50: Du kommst einfach in die scheiß-Situation rein Familien Sachen, in eigene Familien Sachen wo du auch dann selber aus der Branche kommst aber selber ratlos da stehst.
00:49:02: Aber du wächst unnormal also in diesem Beruf.
00:49:07: das ist echt krass.
00:49:08: und du denkst dir in dem einen Moment meine Oma ist gerade gestorben oder mein Vater liegt gleichzeitig auf Intensivstation.
00:49:14: überlebt er das überhaupt?
00:49:16: Das stand ja zu dem Zeitpunkt auch noch infrage.
00:49:18: und gleichzeitig gehst du auf die Arbeit setzt nur gute Mine auf, bringt die Kunden zum Lachen.
00:49:25: Du machst dir deinen Job!
00:49:27: Und nachmittags fährst du wieder in die Uni-Klinik.
00:49:29: Weil Du das willst?
00:49:31: Ja, ja klar!
00:49:32: Also ich wollte in dem Moment nicht zu Hause sein oder...
00:49:34: Ich wollte es auch nicht.
00:49:35: Ich habe gesagt, ich gehe auf die Arbeit, ich möchte es normal wie möglich und wenn ich das Gefühl habe, ich kann nicht kommen dann komme ich halt drei Tage nicht oder fünf oder achtzehn.
00:49:44: Wir erlassen uns das ja auch immer offen, wenn irgendwas passiert und jeder muss gucken, wie er damit umgeht.
00:49:48: Jetzt
00:49:48: dass man mit meinem Vater war, war glaube ich eine Woche zuhause weil das schlimm war.
00:49:51: also war wirklich schlimm.
00:49:54: Es sieht ja auch jeder anders, aber für mich war es wirklich schlimm.
00:49:58: Und da war ich auch eine Woche zu Hause, weil ich gesagt habe, ich kann mich gerade tatsächlich auf nichts konzentrieren.
00:50:02: Das ist nun mal so... Ich muss jetzt gerade bei dem Teil gerade mich fokussieren was auch völlig
00:50:07: in Ordnung ist.
00:50:07: Da hat man ja auch die Verantwortung nicht nur für sich sondern auch für alle anderen.
00:50:10: Genau!
00:50:11: Also das hätte auf der Arbeit gar nichts gebracht und ich hätte mich nicht konzentrierend können.
00:50:15: Und ich hätte kein Auto fahren können, gar nix.
00:50:17: Und das ist dann schon gut so in dem Moment.
00:50:22: Das soll man auch für sich definitiv tun.
00:50:24: Aber nach der Woche habe ich gesagt, was heißt ich kann nicht mehr?
00:50:28: Ich kann nicht zu Hause sitzen und warten auf den Anruf warten oder warten jetzt da gerade wieder hinzufahren.
00:50:32: Kann ich nicht!
00:50:33: Ich muss meine Routine gerade wieder haben und wieder in meinen Job reinfinden und für mich gerade wieder etwas tun den Fokus nochmal mit auf was anderes setzen, weil ich glaube ich sonst zugrunde gegangen wäre in der Zeit.
00:50:46: Ich finde auch dass es als Arbeitgeber auch einfach so der Auftrag ist demjenigen ganz klar zu signalisieren das ist deine Entscheidung was du machst.
00:50:53: Du darfst kommen und du darfst aber auch gerne wegbleiben.
00:50:57: Also es gibt glaube ich nichts krasseres was dann noch in der Situation fehlt als ein schlechtes Gewissen Und da sind ja die Neigen in der Pflege ja wirklich sagen um zu sagen die auf der Arbeit gehen unter ohne mich drauf geschissen.
00:51:11: Also das ist in so einem Moment und das mag ich gar nicht zu beurteilen, was schlimmer ist, ob wenn jemand in der Vogel stirbt oder der Golden Red River... Wie gesagt,
00:51:22: Leid ist nicht messbar!
00:51:24: Das muss ihr dafür selber
00:51:25: entscheiden?
00:51:25: Aber lieber bleibt zu Hause.
00:51:28: Dass du wieder an Start kommst, als dass du dich jetzt hier durchzwingst Fehler machst oder das vielleicht gar nicht aufgearbeitet hast und mir dann in vier Wochen zusammen brichst.
00:51:37: Und dann wegfällst wegen keine Ahnung aber das ist ja heutzutage nicht mehr so.
00:51:41: keiner redet über irgendwas.
00:51:44: Alle denken, sie müssen da durch und krank melden geht nicht.
00:51:47: Und ich habe ja auch eine Verpflichtung Ja natürlich ist... Du sollst dich nicht krankmelden für Scheiße!
00:51:53: Aber wenn jemand stirbt das Leben passiert.
00:51:56: Wenn es einen schweren Unfall gibt Was weiß ich?
00:51:58: Nimm dir die Zeit Bleib zu Hause atmet durch was weiß Ich.
00:52:03: und dann will ich auch Nicht dass die Kollegen sagen Ja aber ich hab den gestern in der Eisdiele Sitzen sehen So schlecht kann er dem ja nicht gehen Haltert Maul.
00:52:10: Wenn der meint, er muss in eine Eisdiele sitzen und wenn der meinte, er muß in den Zirkus gehen, dann geht er im Zirkuss!
00:52:14: Und du kannst dich bei deinem Kollegen drauf verlassen, wenn es ihm gut geht, dann kommt er wieder... ...wenn er sich arbeitsfähig fühlt.
00:52:19: Es geht nicht darum, sich hier Holiday auf gelb
00:52:21: zu machen, sondern... Nee nee, aber
00:52:23: wenn
00:52:23: es halt wirklich auch so Situationen gibt wie das was wir miterlebt haben?
00:52:26: Genau.
00:52:27: Dann
00:52:27: hast du keine andere
00:52:29: Wahl.
00:52:29: Ansonsten
00:52:30: kommt die
00:52:30: Klatsche.
00:52:31: Die Klatschekomm'n kann ich dir steinen und beinsteigen.
00:52:33: Ja, den habe ich erlebt.
00:52:34: Die klatsche komm'.
00:52:37: Aber wie gesagt, in diesem Beruf wächst man einfach mit dem Hintergrundwissen so krass an solchen Situationen.
00:52:44: Das ist unglaublich.
00:52:46: Deshalb auch Respekt an Mo.
00:52:48: Ich glaube auch dass er und seine Familie gerade auch mit einer behinderten Schwester sehr groß gewachsen ist.
00:52:54: Dass das ganz viel mit einem selber gemacht hat.
00:52:57: Genau!
00:52:58: Mit dem Wahrnehmungsbild... Es ist schon krass was man in seinem Leben erlebt und andere gar nicht.
00:53:07: Also ich habe eine Freundin, die hat so was noch gar nicht miterlebt.
00:53:11: Die ist um Längen nicht so gewachsen oder hat so ja so schlimme wirklich schlimme Situationen mit erleben müssen wo du gerade wirklich durch musst.
00:53:23: Ungleichzeitig noch mit Fokus auf die Arbeit weil du zu Hause zur Grunde gehst und das macht so viel mit einem auch so viel an Reflexion dass es unglaublich Es
00:53:38: spricht halt irgendwie nicht immer jeder drüber.
00:53:41: Muss ja auch nicht, aber ich finde Storytelling immer geil.
00:53:44: Boah, ich könnte stundenlang, könnte ich mir anhören was Leuten nicht passiert ist sondern was sie erlebt haben.
00:53:50: so und ich war gestern in der Tagespflege, wir haben jetzt schon eine Stunde gelabert aber ich war Gestern in unserer Tagespflege und da sitzen vierzehn Gäste im Alter von... Ich hätte so gerne gesagt, was haben Sie gemacht?
00:54:05: Was haben sie gearbeitet.
00:54:07: Wie viele Kinder hatten Sie?
00:54:08: Ich habe so Randgespräche mitbekommen.
00:54:10: Meine Mutter hatte ja fünf Jungs und halt ein Mädchen.
00:54:13: Das war früher noch so.
00:54:15: Und das alles zu tellern und diese ganzen Stolz.
00:54:18: Ich könnte stundenlang mich mit denen unterhalten und zuhören, was die erlebt haben.
00:54:23: Wahnsinn!
00:54:24: Wir machen noch eine Folge.
00:54:25: Wir machen eine Folge, wo wir über Geschichten sprechen die Kunden uns erzählt haben, die uns sehr beeinträchtigt haben fallen mir so auf Anhieb direkt fünf Mann ein ohne Scheiß Wahnsinn.
00:54:37: Ja ja machen wir.
00:54:39: nächste Folge.
00:54:39: nächste Folge Storytelling.
00:54:42: Was haben unsere Kunden eigentlich schon so erlebt?
00:54:44: Jawohl
00:54:45: Sehr gut.
00:54:46: Und Freunde, lasst euch von eurem Leben nicht unterkriegen?
00:54:48: Lasst euch nicht unterkriegen!
00:54:50: Es gibt schwere Situationen im Leben und nur weil andere sagen, stelle dich nicht so an, hört da nicht drauf.
00:54:58: Vielleicht meinen sie es auch nur motivierend oder was weiß ich...es darf einmal nicht gut gehen.
00:55:03: Wichtig ist wieder rauszufinden die richtigen Leute um sich zu haben Auch wenn es ein bescheuerter Satz ist, nach Regen kommt die Sonne.
00:55:13: Es ist Fakt so.
00:55:14: und ja... ihr seid nicht alleine?
00:55:19: Eben!
00:55:19: Ach Leute wir könnten noch so fair erzählen über
00:55:21: uns Aber
00:55:22: wir lassen das mal lieber!
00:55:26: Ja ihr lieben wir verabschieden uns nach einer Stunde.
00:55:29: Wir hören uns nächste Woche wieder.
00:55:31: Ihr hört uns wie euch nicht aber wir lesen euch gerne.
00:55:34: Wir
00:55:34: lesen Euch gerne Genau Also bis demnächst und dann haltet du ansteigen Tschüss!
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